2026

Das Kegeln mit dem Teufel (März)

Es war an einem Freitag, den 6., als es geschah. Aber es hätte auch der 13. sein können. 10 mittelalte Herren und ein Bausatz betraten die heiligen Hallen der Klause. Allerdings sollten sie uns nicht von Unglück verschonen.

Noch bevor die erste Kugel geworfen und noch ein den ersten Bierchen geschlubbert wurde, versuchten sich ein paar Künstler an dem hübschen neuen Tagessieger-Pokal von Temu. Das Teufelsdutzend hatte damit noch nicht genug. Es verging sich nun an Korpi, der gleich im Qualifying eine Schnapsrodungspumpe warf. Es folgte sogar der Glockenseilhattrick! Sein zweiter Platz in der Quali war teuer erkauft. Schroke wurde Dritter, Vossi sicherte sich die Pole. Letzterer verkündete plötzlich, während dem lustigen Treiben auf der Bahn, dass er am Ende der Saison die Wurstpumpen aus privaten Gründen verlassen wird. Wir sind darüber natürlich sehr traurig, weil die letzten 3½ Jahre ein netter und humorvoller Bruder in unseren Reihen war und zu uns passte wie Sack und Haare. Als Gastkegler wirst du weiterhin immer willkommen sein. 

Viel Zeit zum Trauern blieb zumindest an diesem Abend nicht. Es reihten sich halt Getränk an Getränk und sportlich Stand der Endspurt der diesjährigen Spielzeit an. Das Ligaspiel, welches am Ende ganz überraschend Schroke für sich entschied, war hauptsächlich nur noch für ihn selbst und Kerschi relevant, da beide im Pokalfinale aufeinandertrafen. Es war schnell klar, wer den Pott gewinnen würde. Bonno Tonni Napoli, der nach seinem Fehlstart einen grandiosen Auftritt hinlegte, und Korpi, der mehr Schnapsrunden ausgeben musste als Rijo am Tag mit dem Appel wackelt, landeten dahinter. Spannend wurde es nur noch im der Rodungs- und Anuswertung. Scheune reichte dabei ein Axtschlag für den Sieg. Wer an Frau Termast, unsere ehemalige Wirtin aus der Aussicht denkt, denkt nicht gerade unbedingt sofort an einen Analausgang , wahrscheinlich aber an einen verkalkten Duschkopf, wie sich herausstellte.

Dennoch kommen wir zur Auswertung. Es sah hier zunächst nach einem epischen Dreikampf zwischen Schroke, Scheune und Vossi aus. Doch plötzlich warf Pluto 2 Löcher ins Holz und sorgte für einen Vierkampf, der in die Analen einging. Schroke gleitete dabei als Erstes ins Ziel. Nach dem Liga-Spiel kamen heiße Diskussionen auf, was denn als nächstes gespielt werden soll. Kegelvater Mossi und Schnapsarchitekt Korpi sprangen sich dabei fast an die Gurgel. Als das Kriegsbeil begraben wurde, einigte man sich auf das negative Ligaspiel, bei dem Patta siegte und Bonno zahlte.

Zum Abschluss ging es für die Würste mal wieder nach Las Vegas. Mittlerweile wurde auf dem Weg dahin schon ein Tankwagen Schnaps gesoffen. Während selbst Ötte schon anfing zu würgen, planten Scheune und Vossi einen tollen Zaubertrick, den keiner bemerken sollte. Ohne in ihrer Runde eine Kugel geworfen zu haben hatte die Kreide schon eine 16 auf die Tafel geschrieben. Mogeln muss schmerzlich sein. Das Spiel verloren allerdings Mossi und Bonno, die den Teufel zu sehr herausforderten.

Oben an der Theke wurde der Abend wie immer ausgeklungen. Schroke freute sich über den Tagessieg und nahm das Puzzle mit nach Hause.

Mai-Kegeln

Alles neu macht der Mai – so auch den Kegeltermin. Weil der ursprüngliche Termin auf den 1. Mai fiel, entschieden die Wurstpumpen per Mehrheitsbeschluss eine Verlegung um eine Woche. An diesem lauschigen Freitag kamen aber trotzdem letztlich nur fünf Sportkegler und Oppa-Unken im idyllischen Biergarten der Bergklause zusammen. Dass eine kleine Teilnehmerzahl aber nicht zwangsläufig für schlechte Stimmung stehen muss, haben die Würste in der Vergangenheit oft bewiesen und sollten es nun auch wieder tun.

Namentlich kamen Schroke, Scheune, Bonno, WM und Mossi zusammen, um ihrem liebsten Hobby – dem Trinken – nachzugehen und nebenbei ein paar Murmeln die Bahn runter zu feuern. Apropos Bahn: Das heilige Parkett im Keller der Klause scheint ganz offenbar einen neuen Schliff oder ähnliches bekommen zu haben. Jedenfalls glitten die Kugeln plötzlich galant über die Bohlen. Wirtin Jenny wusste von nichts, aber wir sind uns sicher, dass Conrad Electronics seine Finger im Spiel hatte und sich, ähhh der Bahn, einen poliert hat.

Der sportliche Teil des Abends startete spannend. Mossi verwies im Qualifighting Scheune um stolze 39 Hundertstelsekunden auf Platz zwei – ein Kopf-an-Kopf-Rennen wie zu Schumis besten Zeiten. Schroke fiel auf, dass Scheune „ganz schön grau“ geworden ist. Der begründete es mit den Worten „Das ist die Arbeit“, was seinen Bruder Björn zu einer frechen Frage veranlasste: „Ach, hast du nen neuen Job?“

Jan kündigte direkt zu Beginn an, dass er heute „nicht viel Schnaps“ trinken kann, weil er am nächsten Tag rund ums Haus zu tun hat. Schroke meinte: „Eierlikör gibt Tinte auf’n Füller“, woraufhin Scheune entgegnete: „Ich will nicht ficken, ich will die Einfahrt pflastern.“ So viel sei vorweggenommen: Es gab tatsächlich keinen Schnaps, aber ziemlich viel Füllertinte. Schroke äußerte, dass er die Songs von Taylor Swift mag, wenn sie nicht von Taylor Swift gesungen werden. Mossi: „Ich mag Taylor Swift, wenn sie nicht singt.“

Das Ligaspiel zeichnete sich angesichts neuer Kegel und mutmaßlich verbesserter Bahn durch ein äußerst hohes Niveau aus. Schroke dominierte das Feld lange, verlor aber nach hinten raus ein bisschen Boden. In der letzten Runde wurde es nochmal sehr spannend: Mossi legte 18 Holz vor und setzte den FC Bayern des Kegelns unter Druck. Der hielt Stand und räumte mit dem zweiten Wurf ab, um im dritten dann einen absolut schwulen Sicherheitswurf auf die Bahn zu eiern. Damit hat er seinen Respekt völlig verspielt. Den dritten Platz auf dem Podest belegte Bonno. WM musste sich mit dem letzten Platz begnügen, der aber immerhin fünf Punkte für die Wertung brachte.

Weil die Uhr nach Abschluss des Ligaspiels noch nicht wirklich weit vorangeschritten war, blieb viel Zeit für weitere Spiele. Bingo, Plusminusmalgeteilt, Blackjack, hohe und tiefe Wurst – die Anwesenden bekamen einen bunten Blumenstrauß an Kegelklassikern, aber auch ordentlich was auf die Strafen-Uhr. Schlecht für sie, gut für die Kasse. Mossi stellte zum Ende fest: „Schroke hat ganz schön abgebaut.“ Scheune: „Sieht man gar nicht.“

Der muntere Abend klang bei ein paar Kaltgetränken an der Theke der Klause aus, wo die Gruppe im Übrigen auf eine Bedienung traf, die dem Klub wegen eines Vorfalls zuletzt nicht allzu wohlgesonnen war. Im Gespräch konnten die Wogen etwas geglättet werden, wobei ein hauptverantwortlicher Kegelbruder besser auch nochmal zu Kreuze kriechen sollte, um endgültig einen Haken hinter die Geschichte zu machen. Drei hungrige Mäuler trieb es zum Schluss noch in die Arnsberger Fast-Food-Szene. Nächster Termin: Schützenfest-Kegeln am 29. Mai.