Wir befinden uns bereits im Februar und somit nur noch 2 Kegeln vor Saisonende. Zeit um einen Blick auf die aktuellen Tabellen zu werfen.
Die Meisterschaft war bereits im Dezember – zugunsten von Schroke – auch rechnerisch entschieden. Nun beginnt die ganz heiße Phase in den weiteren Pokalwettbewerben. Allen voran das im Februar anstehende Pokalfinale zwischen Kerschi und Schroke. Im Pokalwettbewerb, der in dieser Saison zum 10. Mal ausgetragen wird, sind beide Finalisten keine unbekannten Gäste im Kampf um den Titel. Beide Finalisten standen sich bisher 4x im Finale gegenüber. 3x konnte Schroke (8 Finalteilnahmen/6 Titel) den Titel einheimsen, 1x war Kerschi (4 Finalteilnahme/1 Titel) erfolgreich. Nun möchte der Kassierer den direkten Vergleich etwas aufpolieren und seinen zweiten Pokaltriumpf eintüten.
Fazit: Hier wird die Tagesform entscheiden, vor allem, wie man ins Spiel reinkommt.
Tendenz: 50% / 50%
Im Wettbewerb um die Boris-Becker-Besenkammer-Trophäe zieht Vorjahressieger Mossi weiter relativ einsam seine Kreise an der Spitze. Mit aktuell 14 Tenniskloppern liegt der amtierende Kegelvater/die amtierende Kegelmutti souveräne 6 Klopper vor Verfolger Bamsi. Scheune und Bonno haben mit jeweils 7 wohl nur noch Außenseiterchancen.
Fazit: Bamsi muss sich gewaltig strecken, um ggf. noch etwas Druck auf Mossi ausüben zu können. Der wirkt bisher aber wenig nervös und sollte den Titel normalerweise nach Hause fahren.
Tendenz: Mossi lässt nichts mehr anbrennen und schnappt sich zu 95% den Titel.
Wo Tennis ist, darf Golf nicht fehlen – Bernhard-Langer-Wertung! Hier führt Vor- und Vorvorjahressieger Scheune auch im 3. Jahr des Pokals die Wertung mit aktuell 10 Punkten an und könnte somit den 3. Golftitel in Folge holen. Verfolger Bamsi (8 Eisen) lässt aber nicht locker und würde den Scheunerischen Titelhunger gerne brechen und sich den Titel zum ersten Mal ans Revers heften wollen.
Fazit: Gerade das Golffähnchen ist ein immer wieder gesehenes Bild auf der Kegelanzeige. 2 Eisen Vorsprung können auch ganz schnell dahin sein, sodass hier sicher ein spannendes Saisonfinale zu erwarten ist.
Tendenz: Scheune feiert zu 70% das Golf-Triple.
Kommen wir zur Rodungswertung. Hier ist es auch 2 Kegeln vor Saisonende ein heißer Tanz. Bamsi führt aktuell mit 11 Rodungen vor Verfolger Scheune mit 10 Rodungen und könnte sich den Titel zum ersten Mal in seiner Kegelkarriere schnappen. Scheune, der den Titel bereits 2 Mal einfahren könnte, möchte dies natürlich verhindern und seine 3. Rodungsmeisterschaft feiern. Welle lauert hinter den beiden noch mit 7 Rodungen – auch hier eher noch mit Außenseiterchancen. Erstaunlich ist aber vielmehr, dass in der Verlosung um den Titel kein Kandidat den namen Korb trägt, dabei gingen bisher 7 der 10 Rodungsmeisterschaften an einen der Dieter-und-Gertrud-Sprößlinge (Patta Rekordsieger mit 5 Titeln / KC 2 Titel).
Fazit: „Balls of steel“ – die braucht es, um diesen Titel zu gewinnen, so knapp wie es hier aktuell zugeht. Mal abwarten, wer die besseren Nerven hat.
Tendenz: Herzschlagfinale – Bamsi bringt es zu 60% über die Ziellinie und feiert seine Titelpremiere in der Rodungswertung.
In der Torwertung kann Vorjahressieger Vossi seinen Titel nicht verteidigen. Dafür liegen Schroke (11 Tore) und Scheune (9 Tore) schon zu weit vorne. Hier wird es wohl auf einen Zweikampf hinauslaufen, da der Drittplatzierte Kerschi aktuell nur bei 5 Toren steht. Scheune scharrt sicher mit den Hufen, da es für ihn der erste Titelgewinn dieses Pokals wäre; für Schroke wäre es Titel Nummer 3.
Fazit: Was sind schon 2 Tore?! Die können auch mal schnell fallen und dann kommt der Druck. Auch hier ist die Messe noch lange nicht gelesen.
Tendenz: Sollte sich der Abstand bis zum letzten Saisonkegeln im März nicht vergrößern, kann selbst beim letzten Saisonkegeln noch alles passieren – aktuell aber 60% Siegwahrscheinlichkeit für Schroke.
In der Konstrukteurswertung ist die Entscheidung rein rechnerisch noch nicht gefallen, die neuen Titelträger werden aber höchstwahrscheinlich Mischael und Schroke, vom Team „Baberbilonger“, heißen. Derzeit haben „Baberbilonger“ einen komfortablen Vorsprung von 30 Punkten – bei noch maximal zu holenden 38 Punkten – auf das Verfolgerteam „Böhse Hosen“ (Kerschi und Bamsi). Sollten die Verfolger in beiden Kegeln die Plätze 1 und 2 belegen und zusätzlich auch in beiden Kegeln noch das Qualifying gewonnen werden, dürfte Baberbilonger in den verbleibenden 2 Kegeln insgesamt keine 9 Punkte mehr holen. Beide Szenarien erscheinen nach dem bisherigen Saisonverlauf unwahrscheinlich. Für Schroke wäre es Titel Nummer 4, für Mischael sogar der erste Titel überhaupt in seiner Wurstpumpenzeit. Kerschi könnte den Pott zum 2. Mal gewinnen, Bamsi sogar schon zum 3. Mal.
Fazit: „Böhse Hosen“ sind schon angehalten das Maximum an Punkten zu sammlen, um überhaupt noch den Hauch einer Chance zu haben. Das gleicht einem Himmelfahrtskommando.
Tendenz: „Baberbilonger“ holen die fehlenden 9 Punkte in den letzten beiden Kegeln, unabhängig vom Ergebnis von „Böhse Hosen“ und sichern sich den Konstrukteurstitel zu 99%.
Bleibt noch die zuletzt eingeführte Anuswertung (das klingt beim Schreiben schon irgendwie seltsam), in der es weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt, weil seit Saisonanfang keine einzige Wertung mehr geworfen wurde. Schroke, Scheune und Vossi liegen bei jeweils 2 Wertungen. Bei Gleichstand am Saisonende würde der Kegler gewinnen, der mehr Kegelteilnahmen aufweisen kann. Mit Bamsi, Welle und Ötte befinden sich auch noch 3 Würste in Lauerstellung auf den mit Sicherheit prächtigen Pokal, der zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt ist.
Fazit: Viele mögliche Titelträger – noch überhaupt nix entschieden. Aber will man den Pokal überhaupt?!
Tendenz: Es wird in den letzten beiden Saisonkegeln noch eine Wertung fallen. Sofern sie von einem der 3 Führenden geworfen wird, geht der Titel auch an diese Wurstpumpe.
Tendenz: Zu 70% geht der Titel an einen der 3 Führenden (Schroke, Scheune, Vossi).
Erwähnen wir noch zu guter letzt den unrühmlichen Pumpenpokal, bei dem zur Zeit Ötte mit einem Pumpenschnitt von 7.67 führt. Dahinter liegen Scheune (7.44) Bamsi (7.43).
Fazit: Auch hier ist weiterhin offen, wer den Pokal der Schande einpacken darf. Zwar führt Ötte aktuell, aber bei monatlichen Pumpen bewegt sich der Ex-Kegelvater immer wieder zwischen Weltklasse und Kreisklasse. Mal hat er nur wenige Pumpen gewurstet, mal schepperts richtig. Sollte er noch zwei anständige Pumpenwerte aufs Parkett zaubern können, kann er die Schande bestimmt noch abwehren.
Tendenz: Eine Entscheidung wird es erst im März geben – hier könnte es zum Ende noch einen Führungswechsel geben. Zu 60% fängt Bamsi Führungs-Ötte noch ab; Scheune wird sogar noch Zweiter.
